XAVANTE-PILOTPROJEKT FÜR EINE BAUMSCHULE
Wenn es keine Wälder mehr gibt, stirbt die Zivilisation.
Der Indigenous People’s Cultural Support Trust (IPCST) wurde 1995 von Emily Burridge gegründet, um die Kultur und das traditionelle Wissen indigener Völker zu bewahren und ihnen zu helfen, zu einer nachhaltigen Lebensweise zurückzufinden. Zu den gegenwärtigen Projekten gehören die Expedition ins Herz Brasiliens sowie das solar betriebene Gesundheitszentrum in Xavante mit seinem medizinischen Kräutergarten.
Als Emily 2006 die Xavante-Gemeinschaft besuchte, waren die Folgen der Soja-Monokultur sowohl physisch in der Umwelt als auch psychologisch bei der Bevölkerung nicht zu übersehen. Der Sojaanbau belastet die Natur stark, die Zahl der Tiere und Vögel fällt dramatisch, und das beeinträchtigt auch die Xavante, die sich traditionell von der Jagd ernähren.
Das Projekt hat sich zur Aufgabe gemacht, eine Baumschule anzulegen und mit der Xavante-Gemeinschaft ein Schulungsprogramm über Anbau und Pflege einheimischer Baum- und Pflanzenarten zu entwickeln. Im Abstand von drei Monaten werden Workshops abgehalten, und die Gruppe bestimmt ausgebildete Einzelpersonen dazu, die Baumschule zu betreuen. Wenn sich dieses Pilotprojekt als Erfolg erweist, wird es wiederholt, um derartige Projekte auch außerhalb des reservierten Bereichs anzuregen und damit indigenen Gemeinschaften hoffentlich die Möglichkeit zu geben, ihre Umwelt zu regenerieren und ihre Autarkie wiederzugewinnen.

